Nachhaltigkeitsherausforderung und damit verbundene SDGs

In den letzten 50 Jahren sind die Bestände von Säugetieren, Vögeln, Fischen, Reptilien und Amphibien weltweit um durchschnittlich 2/3 zurückgegangen. Der grösste Teil dieses Rückgangs ist auf die Zerstörung von Lebensräumen durch nicht nachhaltige Landwirtschaft oder Abholzung zurückzuführen. Der Verlust an Lebensraum ist nicht nur tödlich für die Tierpopulationen, sondern durch den Verlust von Ökosystemleistungen auch gefährlich für uns Menschen.

Verschiedene Ökosysteme erbringen für uns grundlegende Leistungen wie Reinigung von Wasser und Luft, Bereitstellung von Fasern oder Bestäubung. Gleichzeitig erhalten sie Brutstätten, verhindern Erosion und Überschwemmungen, den Ausbruch von Krankheiten und Schädlingen, und vieles mehr. Sämtliche Produkte, die wir verwenden, basieren auf der einen oder anderen Art von Rohstoffen. Entsprechend hängt mehr als die Hälfte des weltweiten BIP direkt von der Natur oder ihren Leistungen ab.

Wenn wir weiterhin Lebensmittel, Medikamente, Holz, Wasser und viele andere Materialien aus der Natur nutzen wollen, müssen wir sicherstellen, dass unsere Anbauverfahren nachhaltig oder – besser noch – erneuerbar sind. Gemeinsam können wir SDG 2 „Null Hunger“ und SDG 15 „Leben auf dem Land“ erreichen.

Primär betroffene SDGs: 2, 15

  • 2.Kein Hunger
  • 15.Leben an Land

Lösungsansätze und ihr Beitrag zur Erreichung der SDGs

#ZertifizierteRohstoffe fokussiert hauptsächlich auf drei weit verbreitete Rohstoffe. Der erste ist Baumwolle, der zweite ist Palmöl, der dritte ist Soja. Sie alle sind äusserst vielseitig einsetzbar, können aber auch nicht nachhaltig sein.
palm for palm oil Damit diese erneuerbaren (nachwachsenden) Materialien weiterhin verwendet werden können, sorgen Zertifizierungen dafür, dass sie nachhaltiger angebaut werden.

Nachhaltige Baumwolle verringert den Druck auf die Ökosysteme durch einen geringen oder gar keinen Einsatz von Pestiziden, Düngemitteln und alternativen Anbaumethoden, reduziert die Wasserverschwendung und sorgt für ein sichereres Arbeitsumfeld sowohl für Landwirte als auch für Verarbeiter. Nachhaltige Baumwolle wird häufig von der Better Cotton Initiative zertifiziert.

Ebenso sollen nachhaltiges Palmöl und Soja umweltfreundlicher sein. Beispielsweise durch Reduktion der Abholzung von Wäldern für Plantagen oder dem unterbinden von Arbeiterausbeutung und Vertreibung indigener Völker von ihrem Land. Nachhaltigeres Palmöl wird zum Beispiel durch den Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) zertifiziert, während Soja durch den Round Table on Responsible Soy (RTRS) zertifiziert wird. Palmöl ist eine unglaublich produktive Pflanze mit den höchsten Erträgen pro genutzte Fläche. Durch diese Dichte wird weniger Fläche Land pro Menge Nährstoff verbraucht (Unterstützung des SDG 2 „Kein Hunger“), und somit bleibt mehr für andere Zwecke übrig (Unterstützung des SDG 15 „Leben auf dem Land“).

Primär verwandte SDG-Unterziele: 2.2, 2.3, 2.4, 15.1, 15.2, 15.3, 15.4, 15.5, 15.6

Investitionslogik und Wachstumspotenzial

Der Trend zu #ZertifiziertenRohstoffen ist eindeutig: Während der weltweite Pro-Kopf-Verbrauch von Baumwolle in den letzten 60 Jahren stabil geblieben ist, ist der Anteil der nachhaltigen Baumwolle von 2 % vor zehn Jahren auf heute 20 % gestiegen.

Pflanzenöle sind ein wichtiger Bestandteil der Ernährung auf der ganzen Welt und eine wichtige Fettquelle. Mit dem Bevölkerungswachstum ist auch der Verbrauch an Pflanzenöle gewachsen. Palmöl macht etwa ein Drittel aller weltweit verbrauchten Pflanzenöle aus. Derzeit sind erst 18 % des weltweiten Palmöls zertifiziert, aber das Ziel ist 100 % zu erreichen.

Ob wir wollen oder nicht, die genannten Rohstoffe werden in unserem Wirtschafts- und Ernährungssystem wichtig bleiben – im Falle von Soja und Palmöl auch deshalb, weil es keine effizienteren Alternativen gibt. Wir können uns aber einen Zusammenbruch des Ökosystems nicht leisten. Deshalb müssen die Quellen für nachwachsende Rohstoffe nachhaltiger bewirtschaftet werden. Dies wird durch #ZertifizierteRohstoffe sichergestellt.

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