Radicants stellen sich vor

Fünf Fragen an: Alexandra von Ow, Evangelistin

7. Oktober 2021

Das radicant-Team besteht aus hoch engagierten Menschen, die das gleiche Ziel verfolgen und die gleichen Werte haben. Da wir weiterwachsen, wollen wir Dir regelmässig unsere Mitarbeiter vorstellen - und auch was sie bewegt.  

Lerne Alexandra von Ow, unsere erste Evangelistin, kennen.   

1. Was ist Dein beruflicher Hintergrund?  

Ursprünglich habe ich Jura studiert und auch in einer Anwaltskanzlei gearbeitet. Ich habe dann gemerkt, dass ich den klassischen Anwaltsberuf nicht ausüben möchte. Danach habe ich erste Praktika absolviert, u.a. im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Dabei habe ich erkannt, dass Jura eine gute Grundlage im Zusammenhang mit meinen beruflichen Interessen bietet, insbesondere wenn es um Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung geht. Auch Frieden und Sicherheitspolitik spielen, gerade wenn es um natürliche Ressourcen geht, eine wichtige Rolle. Obschon ich den Bachelor in Jura absolviert habe, entschied ich mich den Master in internationaler Ökonomie und Betriebswirtschaft zu durchlaufen. Zeitweise war ich mir unsicher, wo ich denn beruflich hingehöre. Die beiden Nachdiplomstudiengänge in Unternehmensverantwortung bzw. internationale Entwicklung und Kooperation haben mir diesbezüglich mehr Klarheit verschafft. Neuerdings bin ich auch Doktorandin am King’s College London wo ich Friedensinterventionen und deren Einfluss auf die souveräne Kapitalmarktzugänge genauer untersuche.  

2. Warum hast Du Dich entschieden, für radicant zu arbeiten?   

Während dem Studium habe ich immer wieder in der Privatwirtschaft, vor allem im Finanzsektor, gearbeitet und kenne sowohl dessen Vorteile aber auch die Limitierungen. Gleichzeitig habe ich mich mehr und mehr in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit engagiert. Basierend auf diesen Erfahrungen habe ich festgestellt, dass die Synergien der drei Sektoren (öffentlicher Sektor, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft) nicht ausgeschöpft werden. Aktuell wird vielerorts nicht beachtet, wie wichtig der wachsende Einfluss der Zivilgesellschaft und des Privatsektors auf das globale Geschehen im Allgemeinen ist und welche Implikationen Globalisierung punkto Abhängigkeiten hat. Für mich war dann sehr schnell klar, dass ich in einem Bereich arbeiten möchte, bei dem diese drei Sektoren zusammenkommen und kooperativ Lösungen für unsere globalen Herausforderungen erarbeiten möchten. 

Ich bin der festen Überzeugung, dass ein generischer Problemansatz zielführend ist. Genau das finde ich am Konzept von radicant spannend. Die Agenda 2030 adressiert uns als Kollektiv, das heisst alle Individuen aber auch Institutionen des öffentlichen und privaten Sektors. Das Demokratisieren von Wissen und Erfahrungen im Finanzdienstleistungssektor, kann die Zielerreichung der Agenda 2030 entscheidend begünstigen. Jede Interaktion wird Wissen und Impact multiplizieren, was will man mehr?!

3. Was ist Deine allgemeine Vision, die Du mit radicant verbindest?  

Die konventionelle Form der Banken ist meines Erachtens nicht zukunftsfähig. Mich überzeugt radicant’s Vision in Bezug auf Finanzdienstleistungen und ich bin mir sicher, dass hier wegweisende Pionierarbeit für kommende Generationen geleistet wird.

Ich glaube dadurch, dass radicant nicht nur den Hut der Profitmaximierung trägt, ist es vielversprechend, dass sie alle Leute, ob Kunden oder nicht, auf den SDG Themen glaubhaft abholen können. Insbesondere auch diejenigen, die bisher Angst vor der digitalen Transformation hatten.

4. Was ist Deiner Meinung nach die grösste Herausforderung?   

Die SDGs adressieren in erster Linie staatliche Exekutivorgane. Die Schwierigkeit besteht darin, die einzelnen Ziele und deren Indikatoren in die unternehmerische Struktur zu integrieren und selbstverständlich auch zu operationalisieren. Ich bin mir aber sicher, dass radicant dies hervorragend meistern wird.  

5. Unterstützt Du persönlich irgendwelche Organisationen oder Initiativen, die in irgendeiner Weise mit sozialer Verantwortung oder Nachhaltigkeit zu tun haben? Oder leistest Du auf andere Weise einen Beitrag? Wenn ja, lass uns bitte wissen, warum Du diese Entscheidungen getroffen hast?  

Ich spende jährlich an diverse grosse Organisationen, die sich für den Naturschutz und Menschenrechte stark machen. Seit fünf Jahren engagiere ich mich in unserem regionalen Elternrat, wobei ich mich vehement für eine nachhaltigere Abfallwirtschaft und eine verbesserte Kommunikation für Eltern mit Migrationsstatus einsetze. Ferner darf ich für eine NGO jährlich als Mentorin drei angehende Studentinnen aus ostafrikanischen Ländern unterstützen. Diese drei jungen Frauen berate ich in akademischen Angelegenheiten für ein Jahr und entlasse sie dann in ihr Studentenleben. 

Es wird nie langweilig; jedes Quartal veranstalte ich einen Frauenanlass zu einem bestimmten Thema wie beispielsweise Altersvorsorge, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, etc., um Frauen in ihrem Alltag zu unterstützen und ihnen ein Netzwerk zur Verfügung zu stellen. 

Wir freuen uns sehr, Alexandra von Ow an Bord zu haben und wünschen ihr alles Gute.