Inside radicant - wie eine neue nachhaltige Digitalbank entsteht

01 ∣ Die Gründungsphase

24. Juni 2021
Growing together

Wie baut man eine Bank?

Zugegeben, es ist nicht eine alltägliche Aufgabe. Wir radicants nehmen es in Angriff und bauen eine Bank von null auf. Bei der Strategiefindung haben wir uns viele wichtige Fragen gestellt wie z.B.:

  • Was sind die interessantesten Kundensegmente bei Schweizer Bankkunden?
  • Welche Bedürfnisse haben diese Kunden auf lange Sicht gesehen?
  • Wie interagiert eine Bank zukünftig mit ihren Kunden?
  • Welche Technologien und Strukturen benötigt eine Bank von Morgen, um Kundenbedürfnisse besser zu bedienen und zugleich wettbewerbsfähig zu bleiben?
  • Was kann man von weltweit technologisch führenden Banken und Finanzdienstleistern oder sogar anderen Industrien lernen?
  • Wie soll das Unternehmen heissen?

Diese und viele andere spannende Fragen, verbunden mit viel Informationsverarbeitung, prägten unsere ersten Monate bis wir den Businessplan finalisieren konnten.

Nachhaltigkeit ist für uns nicht ein Zusatzangebot, sondern eine Selbstverständlichkeit. Wir wollen einen aktiven Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung und Erhaltung unseres Planeten leisten. Aus diesem Grund haben wir entschieden, uns auf die 17 UNO-Nachhaltigkeitsziele zu fokussieren und diese zu fördern. Und das nicht nur mit attraktiven Finanzdienstleistungen: Wir leben diese Ziele auch im Team.

Ein anspruchsvoller Ansatz, denn die UNO-Nachhaltigkeitsziele definieren sich durch ein sehr breites Wertesystem. Natürlich sind auch wir nicht perfekt, aber wir haben den Anspruch, diese Ziele nach bestem Wissen und Gewissen auch intern zu unterstützen. Wir werden bald mehr darüber berichten, wie wir die UNO-Nachhaltigkeitsziele durch Transparenz und spezielle Angebote fördern und radicant als kollaboratives Tech-Unternehmen aufbauen wollen – inklusive der damit eng verbundenen Säulen Kultur, Organisation, Community und Dienstleistungen.

Namensentstehung von radicant

Mit finalisierter Strategie und Businessplan waren bereit das Unternehmen zu gründen. Und schon kam die Frage auf: Wie soll die Firma heissen? Mit welchem Namen können sich unsere Zielkunden – Affluent Kunden, also Personen mit liquiden Ersparnissen von über CHF 100'000 - identifizieren? Man würde jetzt denken, dass das keine so schwierige Aufgabe darstellen sollte. Allerdings gibt es dabei eine Vielzahl von Hürden, auf welche digitale Startups heutzutage treffen. Zuallererst muss es ein Name sein, der schnell überall im Netz und in den Sozialen Medien gefunden werden kann. Idealerweise ist das ein Name mit der Domain «.com» - und was fast noch wichtiger ist: ein Name, der in den wichtigsten Sozialen Netzwerken auch frei ist. Es gibt zudem eine Faustregel, dass ein gut merkbarer Firmenname aus maximal acht Buchstaben bestehen sollte.

Mittlerweile ist auch der Handel mit Internet-Domains zu einem grossen und lukrativen Geschäft geworden: Potentiell populäre Namen werden durch Algorithmen identifiziert und automatisiert gekauft, mit dem Ziel, sie später einmal weiterzuverkaufen. Das stellt gerade für viele Startups ein grosses Hindernis dar, denn nur die wenigsten können sich ihren Wunschnamen letztendlich leisten. Aus genau diesem Grund gibt es viele Firmen, die keine .com-Endung haben. Trademark Probleme entstehen, wenn es ähnliche Firmen gibt, bei denen die ersten oder letzten drei Buchstaben dieselben sind, wie im eigenen Unternehmensnamen. Auf Social Media sieht es ganz ähnlich aus. Für uns als Schweizer Unternehmen kam hinzu, dass wir einen Namen finden wollten, der in allen vier Landessprachen der Schweiz und auf Englisch gut auszusprechen ist. Und als ob das alles nicht genug wäre, musste der Name auch noch mit einer Botschaft verbunden sein, damit wir daraus eine starke Marke aufbauen können. Alles in allem eine fast unlösbare Aufgabe!

Wir beschäftigten zwei Agenturen mit der Namensfindung, die beide parallel arbeiteten. Über 900 Namensvorschläge wurden von uns analysiert und 20 Namen kamen in die engere Auswahl.

The radicant brand logo
© image: radicant ag

Wurzeln schlagen an neuen Orten

Als «radicant» vorgeschlagen wurde, war Anders, unser CEO und Co-Founder, sofort begeistert. Denn alle unsere Werte und Ziele vereinen sich perfekt in diesem Namen, der seinen Ursprung ebenfalls in der Natur hat. In der Biologie zeichnen sich radikante Pflanzen durch ihre beeindruckende Anpassungsfähigkeit an neue Umgebungen und Bedingungen aus. Sie schlagen während des Wachstums immer neue Wurzeln und trennen sich gleichzeitig auch von nicht mehr benötigten Verwurzelungen. Diese hohe Anpassungsfähigkeit und Agilität steht symbolisch für radicant und unsere personalisierten Finanzdienstleistungen. Gleichzeitig unterstreicht die Namensgebung die immense Bedeutung, die Nachhaltigkeit und deren Förderung für radicant hat.

Wir haben den für uns perfekten Namen gefunden. Radicant war geboren und wurde am 22. April, am «Tag der Erde», gegründet. Die Resonanz in der Presse und in der Community war riesig – und definitiv auch der Grund, warum wir seitdem über 2.000 Bewerbungen erhalten haben.

In den darauffolgenden zwei intensiven Monaten haben wir uns vor allem mit der Auswahl für ein Kernbankensystem und den dazu nötigen, recht intensiven Verhandlungen sowie dem Gesuch für eine FINMA-Lizenz beschäftigt. Ein über mehrere hundert Seiten langer Prozess, in dem wir beschreiben, wie wir uns radicant als Bank vorstellen.

Immer im Fokus haben wir die Rekrutierung von exzellenten Mitarbeitern, die nicht nur eine Stelle, sondern eine Karriere mit einem tieferen Sinn suchen. Und die mit ihrer Arbeit einen Beitrag für eine nachhaltigere Welt leisten wollen. Solltest du Interesse haben oder jemanden kennen, der mit uns ein Fintech-Unternehmen mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit aufbauen möchte, würden wir uns freuen, wenn du unsere neue Karriereseite besuchst und unsere Stellen auf deinen favorisierten Social-Media-Kanälen teilst.

Du hast Fragen oder Anregungen? Get in touch! Wir freuen uns auf dich! 

Dein radicant Team